Berkel Coesfeld, erste Eindrücke einer neuen Strecke

Seit Anfang des Jahres bin ich zusätzlich im Nachbarangelverein und darf daher ein weiteres Salmoniden beherrbergendes Stück der Berkel befischen. Ich war bisher ein paarmal vor Ort, gar nicht um ernsthaft zu angeln sondern erst einmal um mir ein Bild von dem Gewässer zu machen. Klar, ein typischer Münsterländer Niederungsbach mit 80% Sandsohle und 20% Kies und Geröll. Zumindest in den schmaleren Abschnitten. Die breiteren Regionen sind langsam fliessend und eher der Barbenregion zuzuordnen. Bekannt sind dort Fänge von Hechten, Aalen, sowie auch Schleien, Rotaugen und Rotfedern. Im Stadtbereich wird die Berkel geteilt in die eigentliche Berkel und die Umflut. Die Umflut ist ein begradigtes Stück mit mehreren kleinen Wasserfällen, in ein Betonbett eingebettet. Die Umflut führt jedoch 95% des Wassers, die eigentliche Berkel ist im Gegenstück nur noch ein Rinnsal und beherbergt aus anglerischer Sicht keine nennenswerten Fischvorkommen. Die Umflut ist teils unterirdisch. Es ist schon ein Spaß mit der kurzen Rute im halbdunkeln unter der Hauptstrasse seine Würfe zu machen. Nach der Umflut folgt ein breites flaches Stück das zum fliegenfischen nur so einlädt. Die Sohle ist steinig und mit mehreren großen Störsteinen versehen. Leider steht man mitten in der Stadt und hat rechts und links von sich einen Fuß – und Radweg. Im weiteren Verlauf habe ich bereits ein paar schöne Rauschen und weitere fliegenfischträchtige Ecken gefunden, jedoch fährt man die Stellen oft für 50 bis 100m Angelspaß an und muss danach den Ort wechseln. Alles in allem ist die Berkel dort jedoch ein sehr abwechslungsreiches Gewässer. Weitere Informationen werden im Laufe des Sommers folgen. Bis dahin fülle ich die unten stehende Galerie mit unsortierten Aufnahmen. Gesehen habe ich bisher übrigens erst eine einzige Forelle. Es sind jedoch eine Vielzahl von Fängen bekannt und sogar von Exemplaren die an die 70cm gehen wurde berichtet. Neben den Fischen hat der Signalkrebs das Gewässer übernommen und kommt dort so massiv vor, das einem die Neozoen manchmal beim Angeln über die Füße laufen.

 

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